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Aktuelles

Aktuelles aus dem LFV und BFV

Einsatz-Informationen des LFV sowie Wetter-Warnbulletins der GeoSphere Austria – mit Updates

Erstellt von Thomas Meier, MA am 13.09.2024

 

 

Danke!

Landesfeuerwehrkommandant Reinhard Leichtfried

„Ich möchte mich, auch im Namen meines Stellvertreters Christian Leitgeb, von ganzem Herzen bei allen Feuerwehr- und Einsatzkräften bedanken, die in den letzten Stunden und Tagen unter extremen Bedingungen einmal mehr Herausragendes geleistet haben. Die wetterbedingte Ausnahmesituation mit Sturm, Regen, Schnee und Kälte hat uns allen zum wiederholten Mal in diesem Jahr viel abverlangt. Dennoch haben die steirischen Feuerwehren mit unermüdlichem Einsatz, hoher Professionalität und beeindruckender Kameradschaft auf diese Herausforderungen reagiert.

Die Bereitschaft unserer vielen Feuerehrmänner und -frauen, in dieser schwierigen Lage rund um die Uhr für die Sicherheit der Bevölkerung zu sorgen sowie schnell und effektiv Hilfe zu leisten, ist bewundernswert. Es zeigt einmal mehr, wie motiviert und zuverlässig unsere Einsatzkräfte sind. Gemeinsam meistern wir auch diese besondere Situation. Ein herzlicher Dank gilt auch den Familien der Feuerwehrmitglieder, die in dieser anspruchsvollen Zeit viel Verständnis aufbringen.

Mit tiefem Mitgefühl haben wir heute Vormittag von einem tragischen Vorfall in Niederösterreich erfahren, bei dem ein Feuerwehrkamerad während eines Einsatzes ums Leben gekommen ist. Dieser schmerzliche Verlust zeigt uns auf dramatische Weise, wie gefährlich unsere Arbeit in solchen Einsatzlagen ist und welche Risiken unsere Feuerwehrfrauen und -männer täglich auf sich nehmen, um anderen zu helfen. Unser aufrichtiges Beileid gilt allen Angehörigen, Freunden und Kamerad:innen.

 

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Update 19.9.

Herzlicher Dank nach erfolgreichem KHD-Einsatz in NÖ

„Besonders stolz sind wir darauf, dass wir als steirische Feuerwehrfamilie, gemeinsam mit vielen weiteren Einheiten aus ganz Österreich, unseren Beitrag leisten konnten und so vielen Menschen in einer der schwierigsten Situationen ihres Lebens beistehen durften. Über 800 Feuerwehrmänner und -frauen haben durch ihre Arbeit und ihren Einsatz einen unvorstellbar wichtigen Beitrag dazu geleistet, dass wir den betroffenen Menschen Hoffnung und Hilfe bringen konnten. Mein besonderer Dank gilt aber nicht nur den Einheiten, die in Niederösterreich waren, sondern auch all jenen Kräften, die im Hintergrund durch ihre organisatorischen und administrativen Tätigkeiten zum Erfolg des Gesamteinsatzes beigetragen haben.

Mit je vier Zügen an den ersten beiden Einsatztagen und je zwei Zügen an den darauffolgenden drei Tagen konnten wir seit Sonntagfrüh bis Donnerstagabend großartige Unterstützung leisten und gemeinsam mit den Kameraden aus den anderen Bundesländern ein Zeichen der Solidarität setzen. Diese schnelle, effiziente und tatkräftige Hilfe zeigt einmal mehr, dass Feuerwehr gelebte Kameradschaft ist, auf die man in jeder Lage zählen kann. Euer Einsatz und eure Kameradschaft haben erneut eindrucksvoll bewiesen, was Feuerwehr ausmacht: Zusammenhalt, Hilfsbereitschaft und bedingungslose Unterstützung in schweren Zeiten. Ihr alle habt nicht nur unzählige Stunden geopfert, sondern auch den Menschen, die es am dringendsten brauchten, Hoffnung geschenkt. Dafür danke ich euch von Herzen“, so Landesfeuerwehrkommandant Reinhard Leichtfried am Ende des KHD-Einsatzes, auch im Namen seines Stellvertreters Christian Leitgeb.

 


GeoSpehere Wetter-Warnbulletin für die Steiermark

sowie LAGEBILD DER FEUERWEHREN

 

Die aktuelle Wetter-Warnsituation kann auf der Homepage der GeoSphere Austria

unter der Adresse http://www.wetterwarnungen.at

abgerufen werden.

 


 

Donnerstag, 19.9.2024

LAGEBILD FEUERWEHR

 

Die Lage in der Steiermark hat sich nach der Extremwettersituation in den vergangenen Tagen deutlich entspannt. Die Aufräumarbeiten, bei denen Feuerwehrkräfte noch wirksam werden müssten, sind nahezu abgeschlossen.

KHD-Einsatz in NÖ

Hinsichtlich der Unterstützung im NÖ-Katastrophengebiet sind heute (19.9.) je ein technischer Zug aus Knittelfeld (62 Kamerad:innen und 14 Fahrzeuge) sowie aus Murau (42 Kamerad:innen und 12 Fahrzeuge) zur KHT-Hilfeleistung entsandt. In Summe sind damit weitere 104 Kräfte mit 26 Fahrzeugen von 23 Feuerwehren wirksam geworden.

Seit Beginn des KHD-Einsatzes am Sonntag (15.9.), wurden die Pump-Sicherungs-, Evakuierungs- und Aufräumarbeiten in NÖ mit 827 Feuerwehrkräften aus elf Feuerwehrbereichen mit 180 Fahrzeugen unterstützt.

Ergänzt um jene Kamerad:innen, die in diesem Zeitraum auf Landes- und Bereichsebene mit Führungs- und Organisationsarbeiten für den KHD-Einsatz tätig waren, sind in den vergangenen Tagen über 1.000 Feuerwehrmänner und -frauen (direkt oder indirekt) für NÖ im Hilfseinsatz gestanden.

 

Tag

Feuerwehrbereiche

Züge

Mannschaft

Fahrzeuge

Sonntag, 15.9.

FB, DL, JU, LB

4

225

47

Montag, 16.9.

FB, LB, RA, VO

4

244

54

Dienstag, 17.9.

FB, FF

2

132

31

Mittwoch, 18.9.

LE, LI

2

122

22

Donnerstag, 19.9.

KF, MU

2

104

26

GESAMT

11

14

827

180

 

 

 


 

Mittwoch, 18.09.2024

gültig in den nächsten 24 Stunden

 

KEINE WETTERWARNUNG AKTIV

 

In den nächsten 24 Stunden herrscht in der Steiermark keine Gefahr unwetterartiger Wettererscheinungen. Das Tief bringt zwar noch ein paar Regenschauer, diese sind aber unergiebig und nicht flächig. Der Wind weht nur schwach bis mäßig aus westlichen Richtungen.

 

LAGEBILD FEUERWEHR

Die Lage hat sich weitgehend stabilisiert und nachhaltig entspannt. Aufräumarbeiten, bei denen Feuerwehrkräfte noch wirksam werden müssten, sind weitgehend abgeschlossen. Hinsichtlich der Unterstützung im NÖ-Katastrophengebiet sind heute je 1 technischer Zug aus Leoben (67 Kamerad:innen und 12 Fahrzteuge) sowie aus Liezen (55 Kamerad:innen und 10 Fahrzeuge) zur KHT-Hilfeleistung entsandt. In Summe sind 122 Kräfte von 22 Feuerwehren und 22 Fahrzeugen wirksam.

 

Tag

Feuerwehrbereiche

Mannschaft

Fahrzeuge

Sonntag, 15.9.

FB, DL, JU, LB

225

47

Montag, 16.9.

FB, LB, RA, VO

244

54

Dienstag, 17.9.

FB, FF

132

31

Mittwoch, 18.9.

LE, LI

122

22

 

 

 

 

GESAMT

 

723

154

 

 


 

Dienstag, 17.09.2024

gültig in den nächsten 24 Stunden

 

Warnstatus: Gelb - Vorsicht!

An der Alpennordseite niederschlagsfrei, Rutschungen möglich

 

Die Niederschlagsmengen gestern lagen an der Alpennordseite flächig zwischen 20 und 40 mm, in extremen Staulagen im Salzkammergut bis 65 mm.

Niederschlagstechnisch bleibt es heute steiermarkweit weitgehend niederschlagsfrei, bis auf ein paar Schauer am Nachmittag im Bergland der Alpensüdseite, speziell im Bereich der Koralpe

Einzelne Rutschungen sind aber durch die gesättigten Böden besonders an der Alpennordseite heute noch möglich, deshalb Stufe gelb.

 

 

LAGEBILD FEUERWEHR

 

Die Lage hat sich seit der vergangenen Nacht stabilisiert. Es kam zu keinen weiteren Zwischenfällen, die Situation hat sich weitgehend beruhigt. Damit können die laufenden Aufräumarbeiten, bei denen Feuerwehrkräfte noch wirksam werden müssen, fortgeführt und in vielen Bereichen sogar abgeschlossen werden.

Seit Beginn dieser außergewöhnlichen Wetterlage, die mit Starkregen, Kälte, Sturm und Überschwemmungen einherging, waren seit FREITAG, 13.9. (00:00 Uhr) 508 Feuerwehren mit, laut uns vorliegenden Informationen, in Summe 6.180 Einsatzkräften tätig. Dabei wurden insgesamt 2.116 Einsätze abgearbeitet. Die „Dunkelziffer“ der geleisteten Einsätze dürfte vermutlich etwas höher sein, da sich Betroffene bei Großschadenslagen erfahrungsgemäß oftmals direkt an die Feuerwehr wenden, ohne einen Notruf abzusetzen, wodurch diese Einsätze dann nicht im Einsatz-Leitsystem erfasst sind.

Achtung – Gefahr!

In den betroffenen Gebieten (z.B. GU, HB, WZ, BM, MZ, VO, LI etc.), insbesondere in Wäldern und baumnahen Bereichen sowie in der Nähe von Uferbereichen, ist weiterhin besondere Vorsicht geboten, und es wird dringend empfohlen, den Anweisungen und Empfehlungen der Behörden Folge zu leisten.

Zahlen und Fakten: Vorjahreswert der Unwettereinsätze überschritten

Seit Jahresbeginn haben die steirischen Feuerwehren (bis heute Früh) insgesamt 6.007 Einsätze im Zusammenhang mit Unwettern und Pumparbeiten verzeichnet. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2023 wurden 5.953 Einsätze gezählt, 2022 lag die Zahl der Unwetter- und Pumpeinsätze bei 2.660 und im Jahr 2021 waren es 1.222. Im Jahr 2020, das ebenfalls von zahlreichen Unwetterereignissen geprägt war, wurden 4.271 Einsätze gezählt.

 

KHD-Einsatz in NÖ

Wenn Kräfte der Natur ins Spiel kommen, gibt es Herausforderungen. Manche sind glücklicherweise eher harmlos, andere wiederum genau das Gegenteil. Dazu zählen besonders herausfordernde Ausnahmesituationen, wie wir sie im heurigen Sommer in der Steiermark schon mehrfach erlebt haben, so auch dieser Tage – da ganz besonders in NÖ.

 

Flächendeckende Hilfe

Das enge Netz an Feuerwehren ist primär die Basis und Garant dafür, dass bei Bränden oder den technischen Einsatzlagen (wie Unfälle, Unwetter etc.) Feuerwehrkräfte mit adäquatem Gerät und entsprechender Mannschaft effektiv wirksam werden können.

Zur Durchführung erforderlicher Hilfsmaßnahmen bei Katastrophenfällen oder nach Extremwettersituationen stehen neben den Kräften der örtlichen und umliegender Feuerwehr(en) auch weitere Mannschaften zur Verfügung.

In diesem Zusammenhang spricht man im Feuerwehrwesen von so genannten KHD-Einheiten bzw. KHD-Bereitschaften. Die Bereitschaften werden in den Feuerwehrbereichen aus den bestehenden Einsatzkräften sowie der Ausrüstung der einzelnen Bereichsfeuerwehrverbände gebildet, ohne dabei die Einsatzbereitschaft zur Erfüllung der Aufgaben für den örtlichen Einsatzbereich zu schwächen.

Zusätzlich zu den vorhandenen Ausrüstungs-Strukturen einer Feuerwehr, werden vom Landesfeuerwehrverband Geräte und Fahrzeuge zur Katastrophenbekämpfung (z.B. STROMA, Rollcontainer mit Pumpen und zur Waldbrandbekämpfung, Teleskoplader, Logistik-Lkws etc.) in ausgewählten Stützpunktfeuerwehren flächendeckend über das Bundesland stationiert.

Die Einheiten der KHD-Bereitschaften sind entsprechend gut ausgebildet und gut organisiert. Sehr zeitnah nach Ereigniseintritt können sie, nach Anforderung über örtliche Einsatzleitungen – in Abstimmung mit den Führungsstrukturen in den Feuerwehrbereichen und im LFV bzw. Behörden – regional und auch überregional eingesetzt werden.

Mit dem Vorteil, aufgrund mannschaftlicher und gerätemäßiger Ausstattung auch in der „Fremde“ in der Lage zu sein, die überantworteten Aufgaben – ohne jedweden Ressourcenabzug von lokalen Einsatzkräften – selbstständig durchzuführen.

Gerade in Fällen von solch anspruchsvollen Einsätzen wie derzeit in NÖ ist es wichtig, möglichst schnell wirksam zu werden. Dazu ist es wichtig, in sehr kurzer Zeit eine gute Führungsstruktur an der Einsatzstelle aufzubauen. Dieser Feuerwehr-Führungsstab legt – in Zusammenarbeit mit Behörde(n) und in Absprache mit den örtlichen Einsatzkräften – die Aufgaben der an der Bewältigung von Elementar- bzw. Katastrophenereignissen beteiligten KHD-Einheiten fest und koordiniert deren Tätigkeiten.

Die Ausbildung für die umfassenden Tätigkeiten in einem Führungsstab wird Feuerwehrführungskräften auf Abschnitts-, Bereichs- oder Landesebene im Rahmen eines viertägigen Lehrgangs an der Feuerwehr- und Zivilschutzschule Steiermark angeboten.

Neben einer fundierten Führungsstruktur ist bei Großschadenslagen auch entsprechende „Manpower“ gefordert. Aufgrund ausreichend vorhandener Ressourcen in den Reihen der Feuerwehr kann von der ersten Minute an eine Zeitspanne von mehreren Tagen bzw. Wochen abgedeckt werden.

Neben dem massiven Feuerwehraufgebot aus Niederösterreich werden die Einsatztätigkeiten im NÖ-Katastrophengebiet von vielen weiteren Feuerwehrkräften aus ganz Österreich unterstützt. Auch steirische Feuerwehrkräfte waren bzw. sind vor Ort wirksam:

Tag

Feuerwehrbereiche

Mannschaft

Fahrzeuge

Sonntag, 15.9.

FB, DL, JU, LB

225

47

Montag, 16.9.

FB, LB, RA, VO

244

54

Dienstag, 17.9.

FB, FF

132

31

 

Am Mittwoch (18.9.)  gehen zwei Züge (je 1 LI und LE) und am Donnerstag zwei weitere Züge (je 1 MU und KF) in den KHD-Einsatz. Der Einsatzraum ist wiederum für den Bereich Melk geplant. Danach wird lt. heutigem Stand (17.9.) keine weitere Anforderung erfolgen.

 


 

Montag, 16.09.2024

gültig in den nächsten 24 Stunden

 

Warnstatus ORANGE

für Teile der Steiermark

 

Am Nachmittag von Norden Regen (Orange).

Der Wind flaut ab (Gelb).

 

In den letzten 24 Stunden sind an der Alpennordseite um 25 mm Regen gefallen, in den unmittelbaren Nordstaugebieten sogar bis zu 50 mm. In den letzten 5 Tagen waren es an der Alpennordseite 150 bis 200 mm, im unmittelbaren Nordstau bis zu 360 mm.

Am späten Vormittag beginnt es von Norden erneut zu regnen, besonders am Nachmittag fällt noch ergiebiger Niederschlag. In der ersten Nachthälfte klingt der Niederschlag dann ab. Insgesamt kommen alpennordseitig noch 25 bis 50 mm Regen dazu, in den unmittelbaren Nordstaugebieten können es örtlich noch bis zu 90 mm sein.

An der Alpensüdseite ist auch in der zweiten Nachthälfte noch Regen zu erwarten.

Die Schneefallgrenze liegt im Nordwesten des Landes am tiefsten bei 1800 m und steigt dort erst gegen Abend an. Im Nordosten des Landes liegt sie bereits bei 2100 m und steigt im Tagesverlauf auf 2700 m an.

Der Wind weht im Gebirge noch mit bis zu 80 km/ aus Nord, in der Oststeiermark noch bis zu 60 oder 70 km/h. Am Nachmittag wird der Wind auch dort schwächer.

 

 
   

LAGEBILD FEUERWEHR

 

16.9., 15:30 Uhr - Update zur aktuellen Unwetterlage in der Steiermark

 

Die Gesamtlage präsentiert sich derzeit stabil. Die Feuerwehrkräfte setz(t)en ihre Arbeit unermüdlich fort, wobei insbesondere die Pump-, Sicherungs- und Aufräumarbeiten in den betroffenen Bereichen plangemäß voranschreiten. Mancherorts konnten dies Arbeiten bereits erfolgreich abgeschlossen werden, andernorts sind sie im Finale bzw. wird weiterhin daran gearbeitet.

 

Übersicht Einsatzzahlen

  • Aktuell sind steiermarkweit 67 Feuerwehren bei 56 Einsätzen aktiv.
  • Seit heute (Mo., 16.9., 00:00 Uhr) waren 132 Feuerwehren bei 155 Einsätzen tätig.
  • Seit Samstag (14.9., 00:00 Uhr) waren 474 Feuerwehren mit knapp 6.000 Feuerwehrmitgliedern bei 1.814 Einsätzen tätig.

 

Weiterer Ausblick

In den sogenannten „Nordstau-Regionen“ hat in den letzten Stunden erneut stärkerer Regen eingesetzt. Der Einschätzung der Experten vom hydrographischen Dienst folgend, sollten die Niederschlagsmengen jedoch zu keiner neuerlichen Verschärfung der Lage führen.

Sollte es dennoch zu punktuellen Überflutungen kommen, sind die steirischen Feuerwehren wie immer bestens vorbereitet und können schnell reagieren.

Wir beobachten die weiteren Entwicklungen genau. Sollte sich die Situation gravierend ändern oder eine Eskalation eintreten, werden wir zeitnahe informieren.

Sollte sich die Situation gravierend ändern oder eine Eskalation eintreten, werden wir zeitnahe informieren. Ansonsten ist das nächste Lageupdate im Verlauf des morgigen Vormittags vorgesehen.

 

 

KHD-Einsatz Niederösterreich

Zusätzlich wird vonseiten der steirischen Feuerwehren weiterhin Unterstützung in Niederösterreich geleistet. Morgen Dienstag (17.9.) werden zwei technische KHD-Züge, einer aus Feldbach und einer aus Fürstenfeld, die Hilfe in NÖ fortführen und die lokalen Einsatzkräfte tatkräftig unterstützen. Heute waren 4 Züge (je 1 aus Feldbach, Leibnitz, Radkersburg und Voitsberg) mit 244 Einsatzkräften und 54 Fahrzeugen in NÖ im Einsatz.

 

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16.9., 10:30 Uhr: Update zur aktuellen Unwetterlage in der Steiermark

 

Steirische Feuerwehren seit Freitag im Dauereinsatz –

Situation weiterhin angespannt, aber stabil

 

Seit letztem Freitag stehen die steirischen Feuerwehren aufgrund der schweren Unwetterereignisse nahezu ununterbrochen im Einsatz. Besonders betroffen von den Niederschlagsereignissen sind die nördlichen Landesteile, hier insbesondere der Bezirk Bruck-Mürzzuschlag. Hier ist die Lage im Moment zwar stabil, doch die Lageentwicklung hängt entscheidend von den Niederschlagsmengen ab, die heute noch erwartet werden. Meteorologen prognostizieren für den „Nordstau“ zwischen 25 und 50 Liter pro Quadratmeter. In einigen Gebieten könnte es sogar zu punktuellen Überschreitungen dieser Werte kommen.

Die örtlichen und regionalen Feuerwehren haben hier in den vergangenen Stunden und Tagen zahlreiche Sicherungs- und Pumparbeiten durchgeführt, die teilweise gestern noch bis in die späten Abendstunden andauerten. Parallel dazu erfolgte von den örtlichen Kräften ein kontinuierliches Monitoring der Lage, um rasch auf mögliche Entwicklungen reagieren zu können.

In den südlichen Landesteilen, die vor allem in den Feuerwehrbereichen Graz-Umgebung, Weiz und Hartberg durch starke Sturmböen und damit einhergehende Schäden betroffen sind, konzentrieren sich die Einsätze derzeit auf die Beseitigung der Sturmschäden.  Hier laufen die Aufräumarbeiten weiter auf Hochtouren.

 

KHD-Einsatz in Niederösterreich

So wie gestern auch, sind heute in den frühen Morgenstunden ebenso vier technische Züge aus den Feuerwehrbereichen Feldbach, Leibnitz, Radkersburg und Voitsberg nach Niederösterreich zur Unterstützung der NÖ-Feuerwehrkräfte entsendet worden. KHD-Einheiten werden aus einzelnen Feuerwehren herausgelöst, ohne die Schlagkraft der örtlichen Feuerwehren zu schwächen. Gestern waren Züge aus Feldbach, Leibnitz, Deutschlandsberg und Judenburg in NÖ im Einsatz.

 

Zahlen und Fakten: Vorjahreswert der Unwettereinsätze beinahe erreicht

Seit Jahresbeginn haben die steirischen Feuerwehren (bis gestern) insgesamt 5.853 Einsätze im Zusammenhang mit Unwettern und Pumparbeiten verzeichnet. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2023 wurden 5.953 Einsätze gezählt, 2022 lag die Zahl der Unwetter- und Pumpeinsätze bei 2.660 und im Jahr 2021 waren es 1.222. Im Jahr 2020, das ebenfalls von vermehrten Unwettern geprägt war, wurden 4.271Einsätze gezählt.

Auch wenn die starke Zunahme der Einsätze die steirischen Feuerwehren vor  große Herausforderungen stellt, können die anfallenden Einsätze dank der hervorragenden Organisation samt Einsatzvorbereitungen und Einsatzplänen sowie der intensiven Zusammenarbeit aller beteiligten Kräfte erfolgreich bewältigt werden.

 

Aktueller Einsatzstatus

Momentan sind über 70 Feuerwehren steiermarkweit im Einsatz. Die Einsatzkräfte arbeiten an der Beseitigung von Sturm- und Hochwasserschäden, der Sicherung von gefährdeten Objekten und bewältigen auch alle weiteren anfallenden Einsätze.  Besonders angespannt, wenn im Moment auch stabil, bleibt die Lage in den nördlichen Landesteilen, wo durch weitere Niederschläge ab dem Nachmittag lokale Überschwemmungen und Vermurungen nicht ausgeschlossen werden können. Seit Samstag (14.9., 00:00 Uhr) sind 1.715 Einsätze erfasst, zu denen in Summe 455 Feuerwehren mit über 5.000 Feuerwehrfrauen und -männern alarmiert worden sind.

 

Ausblick

Für den weiteren Verlauf des Tages bleiben die Wetterbedingungen entsprechend der Informationen der GeoSpehre Austria angespannt, insbesondere in den nördlichen Landesteilen. Die Feuerwehren halten sich weiterhin bereit, um auf neue Einsatzanforderungen schnell und effektiv reagieren zu können. Die Bevölkerung wird gebeten, die aktuellen Warnungen der Behörden und Wetterdienste zu beachten.

 

 


Sonntag, 15.09.2024

gültig in den nächsten 24 Stunden

 

Warnstatus ORANGE

 

NIEDERSCHLAG

Bis Mittag regnet es im Bezirk Bruck/Mürzzuschlag noch intensiv, es gibt Raten von rund 10 mm/Stunde. Im Bezirk Liezen fällt der Niederschlag Richtung Salzkammergut mäßig aus. Am Nachmittag lässt der Regen überall nach, wird aber nicht ganz aufhören. Morgen ab Mittag nochmals stärkerer Regen.

Niederschlagsmengen von jetzt bis heute Abend: 10 bis 30 mm, an der Grenze zu NÖ (Mostviertel) bis zu 50 mm.

 

WIND

Der Sturm hat im Vergleich zur Nacht etwas an Stärke verloren, wir rechnen am Vormittag nochmals mit einem stärker werden. Hauptbetroffen speziell wieder die Regionen vom Grazer Bergland bis zum Joglland. Böen zwischen 50 und 80 km/h, in höheren Lagen 100 km/h oder leicht darüber. In den übrigen Landesteilen weht der Wind ebenfalls noch lebhaft bis stürmisch. Am Nachmittag lässt der Wind generell langsam nach und zieht sich ab den Abendstunden mit den Sturmspitzen (>60 km/h) ins Bergland zurück.

 

 

LAGEBILD FEUERWEHR

 

15.9., 17:00 Uhr - Update zur Unwetterlage in der Steiermark

 

 

Die steirischen Feuerwehren wurden seit gestern (Sa, 14.9.) 00:00 Uhr, bis heute (So, 15.9.) Stand 17:00 Uhr zu insgesamt 1.600 Einsätzen gerufen. Dabei waren 450 Feuerwehren im Einsatz. Der größte Teil dieses Einsatzaufkommens ist auf das anhaltende Unwetter zurückzuführen.

Derzeit sind noch 318 Einsätze offen, und 131 Feuerwehren sind zur Stunde noch aktiv. Die Pump-, Sicherungs- und Aufräumarbeiten werden, wo es besonders dringend und erforderlich ist, so weit wie möglich fortgeführt oder abgeschlossen. Zum Schutz der Einsatzkräfte müssen jedoch mit Einbruch der Dunkelheit die meisten Einsätze unterbrochen werden.  Die Arbeiten werden morgen Montag (16.9.) wieder aufgenommen. In Fällen, in denen „Gefahr in Verzug“ besteht, sind die steirischen Feuerwehren aber auch in den Nachtstunden einsatzbereit und können umgehend ausrücken, um die Sicherheit der Bevölkerung zu gewährleisten. In den von Sturmschäden und Überflutungen besonders betroffenen Regionen ist absehbar, dass die Aufräumarbeiten aufgrund der starken Schäden noch einige Zeit in Anspruch nehmen werden.

Der KHD-Einsatz in Niederösterreich wird, wie bereits am Nachmittag informiert, morgen mit vier technischen Zügen fortgesetzt. Abschnittsbrandinspektor Ing. Thomas Fessl, MSc., Landessonderbeauftragter für den Katastrophenhilfsdienst im LFV Steiermark, war selbst vor Ort und dabei in ständiger Abstimmung zwischen den steirischen Einheiten und dem NÖ-Landesführungsstab. Er beschreibt die Lage vor Ort als besonders herausfordernd. Die steirischen Einheiten waren bei Pump- und Sicherungsarbeiten sowie bei Evakuierungen eingesetzt. KHD-Kommandant Thomas Fessl dankt den eingesetzten Mannschaften für ihre herausragende Leistung, im Besonderen unter diesen äußerst widrigen Bedingungen und den teils massiven Überflutungen – und ist stolz auf die hohe Einsatzbereitschaft aller Beteiligten.


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15.9., 15:30 Uhr - Update zur Unwetterlage in der Steiermark

Feuerwehren weiter im Dauereinsatz

 

Seit gestern (Sa 14.9.) 00:00 Uhr, bis heute (So 15.9.) 14:30 Uhr haben die steirischen Feuerwehren insgesamt rund 1.350 Einsätze bewältigt. Ein großer Teil dieses Einsatzaufkommens ist auf das anhaltende Unwetter zurückzuführen, das in vielen Teilen des Landes für erhebliche Schäden gesorgt hat – und es noch immer tut. Im Zuge der wetterbedingten Ausnahmesituation waren/sind 430 Feuerwehren mit insgesamt rund 5.000 Feuerwehrmitgliedern im Einsatz.

In den südlichen Teilen der Steiermark laufen die Aufräumarbeiten nach dem schweren Sturm, der zahlreiche Bäume und Stromleitungen geknickt hat, ungebrochen weiter. In den nördlichen Landesteilen kämpfen die Einsatzkräfte zusätzlich zu Sturm und Kälte gegen die enormen Wassermassen, die durch anhaltenden Regen verursacht werden.

 

KHD-Einsatz in NÖ

 

Die nach Niederösterreich beorderten vier steirischen KHD-Züge haben ihre Arbeit in den betroffenen Gebieten aufgenommen. Vor Ort befinden sich derzeit Einheiten aus Feldbach, Leibnitz, Judenburg und Deutschlandsberg, die mit 47 Fahrzeugen und 225 Mann unterwegs sind.

Die Einheiten aus Feldbach und Leibnitz werden in der Nacht durch Kräfte aus ihren jeweiligen Verbänden abgelöst, wobei das Gerät vor Ort bleibt. Die Einsatzkräfte aus Judenburg und Deutschlandsberg kehren in der Nacht nach Hause zurück. Ab morgen früh um 8:00 Uhr werden an ihrer Stelle Einsatzkräfte aus Voitsberg und Radkersburg die Arbeit im Raum St. Pölten und Melk übernehmen.

 

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Update 15.9., 08:15 Uhr: Feuerwehren im Dauereinsatz aufgrund der extremen Wettersituation

 

Die steirischen Feuerwehren standen in den letzten  Stunden unter außergewöhnlicher Belastung durch die extreme Wettersituation, die über das gesamte Bundesland hinweg zu einem massiven Einsatzaufkommen geführt hat.

Von Samstag (14.9.) 0:00 Uhr, bis Sonntagfrüh (15.9.), 4:00 Uhr, wurden insgesamt 817 Einsätze registriert. Davon standen rund 750 Einsätze in direktem Zusammenhang mit den durch das Unwetter verursachten Auswirkungen.

Insgesamt waren gestern/heute 276 Feuerwehren mit rund 3.000 Feuerwehrkräften im Einsatz. Seit Beginn der Unwetterlage haben die steirischen Feuerwehren bereits knapp 1.000 Einsätze erfolgreich bewältigt.

 

Regionale Einsatzschwerpunkte und Herausforderungen vor Ort

In allen Feuerwehrbereichen der Steiermark sind in den letzten Stunden Einsätze angefallen, besonders stark betroffen waren/sind jedoch die Feuerwehrbereiche Graz-Umgebung, Hartberg und Weiz. Hier dominierten vor allem die schweren Sturmschäden das Einsatzgeschehen.

Die Hauptprobleme waren umgestürzte Bäume, die Straßen und Wege blockierten, auf Hausdächer, Carports und Stromleitungen stürzten und damit weitere Schäden verursachten. Zahlreiche Verkehrswege waren unpassierbar und erforderten ein schnelles Eingreifen der Feuerwehr.

In einigen Fällen wurden Personen in ihren Fahrzeugen eingeschlossen, nachdem Bäume auf die Fahrbahn (bzw. auf das Fahrzeug) gestürzt sind. Dank des schnellen Eingreifens der Feuerwehr konnten die Betroffenen aus ihrer Zwangslage befreit werden. Nach aktuellem Stand liegen keine Informationen über Verletzte vor.

Ein besonderes Einsatzszenario ereignete sich im Bezirk Graz-Umgebung, wo die Feuerwehr die Zufahrt für einen Rettungseinsatz sicherstellen musste, nachdem die Straße durch umgestürzte blockierte Bäume war.

Neben den Sturmschäden waren auch die heftigen Regenfälle, insbesondere in den sogenannten „Nordstau-Regionen“ von Liezen über Leoben bis Bruck/Mürzzuschlag , ein Faktor für die Einsatzbelastung. Hier führte der Dauerregen zu zusätzlichen Pump- und Sicherungsarbeiten. Punktuell wurde aus dem Bezirk Liezen von kleineren Muren berichtet.

 

Sicherheitsmaßnahmen für die Einsatzkräfte und Koordination der Einsätze

Aufgrund der extremen Wetterbedingungen und der damit verbundenen Gefahren für die Einsatzkräfte war es in den Sturmregionen punktuell erforderlich, die Arbeiten während der Nachtstunden aus Sicherheitsgründen vorübergehend einzustellen.

Der anhaltend böige Wind und die teilweise unübersichtlichen Bedingungen machten es in bestimmten Bereichen zu gefährlich Einsätze durchzuführen. Die Sicherheit der Einsatzkräfte hatte und hat in diesen Lagen immer höchste Priorität.

Mit Tagesanbruch wurden die Einsatz- und Aufräumarbeiten wieder aufgenommen, um die Schäden weiter zu beseitigen. Die Einsatzkoordination erfolgt auf verschiedenen Ebenen, wobei Führungsstäbe auf Abschnitts- und Bereichsebene die örtlichen Feuerwehren bzw. Einsatzleitungen bei der Koordination unterstützen. Die Einsätze werden nach einem strukturierten Prioritätensystem abgearbeitet, das sicherstellt, dass besonders dringliche Fälle, bei denen Menschenleben oder kritische Infrastrukturen in Gefahr sind, vorrangig sind.

In diesem Zusammenhang möchten wir die Bevölkerung dringend darauf hinweisen, dass es nach wie vor sehr gefährlich ist, sich im Freien aufzuhalten. Wir ersuchen alle, nicht unbedingt erforderlichen Aufenthalte im Freien zu vermeiden und den Anleitungen der Feuerwehr und den Anweisungen der Behörden Folge zu leisten. Dies gilt insbesondere in Bereichen, in denen umgestürzte Bäume, herunterfallende Äste oder beschädigte Stromleitungen eine direkte Gefahr darstellen.

 

KHD-Unterstützung aus Niederösterreich angefordert

Angesichts der anhaltenden Belastung durch die Extremwettersituation in NÖ und der Vielzahl an Einsätzen wurde in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages vom LFV Niederösterreich Unterstützung aus der Steiermark angefordert. Bereits in wenigen Minuten werden sich vier technische Züge mit insgesamt 200 Einsatzkräften aus den Feuerwehrbereichen Feldbach, Deutschlandsberg, Judenburg und Leibnitz auf den Weg nach Tulln machen. Diese Einheiten werden mit Pumpen und Ausrüstungen zur autarken Stromversorgung ausgestattet sein und in Tulln ihre weiteren Einsatzbefehle erhalten.

Der Einsatz der steirischen KHD-Einheiten ist zunächst nur für den heutigen Tag geplant, um die örtlichen Einsatzkräfte in den besonders betroffenen Regionen zu entlasten und bei der Bewältigung der akuten Lage zu unterstützen.

 

Aktuell keine Entspannung in Sicht

Die aktuell vorliegenden Wetterprognosen lassen leider keine Entspannung der Situation in den nächsten Stunden erwarten. Die Wetterdienste warnen weiterhin vor starkem Wind und möglichen weiteren Gefahren durch Sturm sowie anhaltendem Regen.

Wir appellieren daher an die Bevölkerung, die Warnungen und Empfehlungen der Wetterdienste ernst zu nehmen und alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

Wir empfehlen weiterhin, sich möglichst nicht im Freien aufzuhalten, insbesondere in waldnahen Gebieten, wo die Gefahr von umstürzenden Bäumen besonders hoch ist. Sollte ein Aufenthalt im Freien unvermeidbar sein, bitten wir darum, stets auf mögliche Gefahren zu achten.

Die steirischen Feuerwehren stehen weiterhin im Dauereinsatz. Die Sicherheit der Einsatzkräfte und der Bevölkerung haben dabei höchste Priorität - wir bitten um Geduld und Verständnis, dass nicht alle Einsätze sofort abgearbeitet werden können. Die Einsatzkräfte arbeiten mit Hochdruck setzen alles daran, die entstandenen Schäden zu minimieren und weitere Gefährdungen zu verhindern.

Wir danken allen Einsatzkräften für ihren unermüdlichen Einsatz und ihre bemerkenswerte Zusammenarbeit in dieser herausfordernden Situation.

 


 

Samstag, 14.09.2024

gültig in den nächsten 24 Stunden

 

Warnstatus ORANGE

 

Der Schwerpunkt des Niederschlags liegt in den nächsten 24 Stunden in den nördlichen Landesteilen. Während es derzeit nur im Ausseerland kräftiger regnet, breitet sich der Regen im Tagesverlauf entlang der Alpennordseite wieder nach Osten aus. Hier sind bis morgen Früh 80 bis 100mm Regen zu erwarten. Auch im Oberlauf der Mürz dürfte es während der Nacht ergiebig regnen mit Mengen zwischen 60 und 80mm. Weiter im Süden ist der Regen kaum Thema, auch wenn manche Wettermodelle im Bereich des Randgebirges vorübergehend kräftigeren Regen zeigen.

Die Schneefallgrenze liegt etwas höher als ursprünglich vorhergesagt in rund 1200m Seehöhe, daher dürfte die Gefahr von Schneebruch etwas in den Hintergrund treten.

Sehr wohl ein Thema wird im Süden und Osten allerdings der Wind. Schon jetzt gibt es in der Oststeiermark strichweise Windspitzen über 60km/h, und der Sturm wird im Lauf des Tages stärker und flächiger. Während der Nacht sind im Osten und Südosten verbreitet Windspitzen bis 70km/h, in exponierten Lagen auch bis 90km/h wahrscheinlich. Die geringsten Windspitzen und damit auch allgemein Auswirkungen werden im äußersten Südwesten erwartet.

 

LAGEBILD FEUERWEHR

 

Update zur aktuellen Extremwettersituation (16:30 Uhr):

Steirische Feuerwehren zählen bereits über 300 Unwettereinsätze

 

Seit Beginn der Extremwettersituation sind in der Steiermark bereits mehr als 300 Unwetter-Einsätze registriert worden. Dabei liegt auch heute der Schwerpunkt auf der Beseitigung von durch den starken Sturm umgeknickten Bäumen, die Straßen blockieren oder Schäden an Gebäuden bzw. anderer Infrastruktur und Stromleitungen verursachen.

 

Aktuelle Einsatzzahlen

Seit heute Morgen um 6 Uhr wurden bis zum aktuellen Stand um 15:45 Uhr knapp 150 neue Unwetter-Einsätze im Einsatzleitsystem der steirischen Feuerwehren erfasst. Im Einsatz waren dabei 107 Feuerwehren, die nach uns vorliegenden Informationen mit rund 750 Einsatzkräften an den betroffenen Orten tätig waren.

Die Einsätze von heute Samstag (14.9.) konzentrieren sich vor allem auf die Feuerwehrbereiche Graz-Umgebung, Weiz und Hartberg, die am stärksten von den Sturmschäden betroffen sind. Aber auch im Bezirk Voitsberg und in weiteren Teilen der Steiermark waren bzw. sind Feuerwehren gefordert, um die durch den Sturm verursachten Schäden zu beheben. Die anhaltenden Windböen sorgen weiterhin für große Gefahr.

 

Wichtige Hinweise für die Bevölkerung

Die steirischen Feuerwehren bekräftigen, dass sie auch in den kommenden Stunden und Tagen weiterhin in vollen Umfang für die Sicherheit der Bevölkerung im Einsatz sein werden. Angesichts der aktuellen Wetterentwicklungen wird jedoch dringend geraten, Fahrten oder Wege im Freien so gut als möglich zu vermeiden, da von umstürzenden Bäumen oder herunterfallenden Ästen bzw. Dachziegeln eine erhebliche Gefahr ausgeht. Außerdem wird ersucht, den Anleitungen der Feuerwehr und den Anweisungen der örtlichen Behörden Folge zu leisten, um weitere Risiken zu minimieren.

 

Ausblick auf die kommenden Stunden

Für den weiteren Tagesverlauf und für die Nacht ist laut den uns bekannten Prognosen keine wirkliche Entspannung der Lage in Sicht. Die Wetterdienste warnen vor weiteren stürmischen Winden, mit zunehmendem Tagesverlauf auch im Flachland. Insbesondere der Schneefall in höheren Lagen sowie starker Regen in den nördlichen Teilen des Landes könnte zu weiteren Wind- und Schneebrüchen sowie zu lokalen Überschwemmungen durch den anhaltenden Regen führen. Weitere Einsätze der Feuerwehren sind daher nicht auszuschließen.

 

Bestens vorbereitet

„Die steirischen Feuerwehren sind bestens auf das Lagebild vorbereitet und stehen in enger Abstimmung mit der FAKS im Land Steiermark, den Bezirksverwaltungsbehörden, den Gemeinden und mit den anderen Einsatzorganisationen, um weiterhin schnell und effizient auf alle neuen Einsatzlagen reagieren zu können“ betonen Landesfeuerwehrkommandant Reinhard Leichtfried und Stellvertreter Christian Leitgeb und danken den weit über 1.000 Feuerwehrmitgliedern, die in den letzten Stunden und Tagen im Unwettereinsatz waren.

 


 

Freitag, 13.09.2024

gültig in den nächsten 24 Stunden.

Warnstatus ORANGE

 

Der Niederschlag verlagert sich im Tagesverlauf auf die Alpennordseite. Regen und Schneefall werden stärker, die Schneefallgrenze schwankt zwischen Tallagen und 1200 m Höhe. In der kommenden Nacht intensiviert sich der Niederschlag, die Probleme werden deutlich mehr werden.

In windarmen Tälern kann sich durchaus > 30cm Nassschnee ansammeln. Dazu weht lebhafter, in der Höhe stürmischer bis orkanartiger Nordwestwind. Das gilt nicht nur für die Obersteiermark sondern insbesondere auch für das Randgebirge und die südlichen Ausläufer (VO, GU, WZ, HF).

Hauptprobleme: Schneebruch (zwischen 700 und 1400m Höhe), Sturm und in tieferen Lagen (verzögert) das Oberflächenwasser.

 

Die jeweils  aktuelle Warnsituation ist über die Homepage der GeoSphere Austria unter der Adresse http://www.wetterwarnungen.at abzurufen.

 

 

LAGEBILD FEUERWEHR

 

In den Bereichsfeuerwehrverbänden:

  • Graz-Umgebung
  • Bruck an der Mur
  • Deutschlandsberg
  • Hartberg
  • Judenburg
  • Leibnitz
  • Liezen
  • Mürzzuschlag
  • Voitsberg
  • Weiz

 

ist es infolge der bestehenden Vb-Wetterlage in den letzten Stunden punktuell zu Einsätzen der örtlichen Feuerwehren gekommen. Hauptsächlich mussten die Einsatzkräfte aufgrund umgestürzter Bäume ausrücken, die Straßen und Wege blockierten oder Schäden an Infrastrukturen verursachten.

Zusätzlich kam es seit dem Niederschlagsbeginn ganz vereinzelt zu Pump- und Sicherungsarbeiten, bei denen auch Sandsäcke zum Schutz vor möglichen lokalen Überflutungen verbracht wurden.

Für weitere Auskünfte und Rückfragen zu den genannten Lagen in den Feuerwehrbereichen stehen die Bereichspressebeauftragten der angeführten Feuerwehrbereiche gerne zur Verfügung. (Liste anbei).

Die Lage wird von uns weiterhin aufmerksam beobachtet, da es bei den anhaltenden Wetterbedingungen zu weiteren Einsatzlagen (z.B. Sturm- und Schneebruch, Fahrzeugbergungen etc.) kommen könnte.

Aktuelle Termine